Archiv des Autors: Christian

Kneipothek Holzwurm (Hückeswagen)

Gestern Abend war ich mit Andrea in der Kneipothek Holzwurm auf einer Oberstufenparty für die Gymnasien der umliegenden Städte. Wir waren fast pünktlich zum Einlass mit den Karten aus dem Vorverkauf vor Ort, mussten aber trotzdem noch 45 Minuten waren, weil Ausweise und Bescheiningungen kontrolliert und eingesammelt wurden. An bestimmten Abenden können auch 16+ Jährige mit einer beliebigen erwachsenen Aufsichtsperson und von den Eltern unterschriebener Bescheinigung bis nach Mitternacht feiern – dem neuen Jugendschutzgesetz sei dank. 😉

Um von Beginn an genug Publikum zu haben, verteuerten sich die Getränke ab 20:00 stündlich um 0,50€ bei einem Startpreis von 0,50€. Fast unmöglich, bei dem Ansturm an der einzigen Theke in den ersten Stunden etwas Flüssiges zu bekommen. Bier und Vodka-Bull wurde auf Vorrat produziert – bei Extrawünschen konnte man (zumindest an diesem Abend) einige graue Haare bekommen. Unschön

Die klassischen Musikrichtungen HipHop und Elektro wurden nach ca. 5 Stücken getauscht – gegen 1 Uhr wurden auch Klassiker gespielt (Rock&Roll, DeutschRock, Ballermann …)

Die Disko ist bestimmt schon bei normalem Publikum ziemlich klein, für diese Besucherzahl war sie absolut unterdimensioniert.

Wirklich ekelig sind die Rohre der Klimaanlage über der Tanzfäche, die bei steigender Stimmung alles und jeden mit dicken Tropfen eindecken. Ich möchte gar nicht wissen, was da alles drin war *brrrr*

Den Spaß hatten wir natürlich trotzdem – man macht ja das Beste daraus 😉 – aber nächstes Mal gehe ich lieber woanders hin.

Christian

coolMonster

Vor einigen Tagen habe ich auf Ebay mal wieder ein x86 kompatibles SlotPC System ersteigert. Mein Geode 3,5 Zoll Board hatte ich im Vorfeld für gutes Geld verkauft, um die Urlaubskasse etwas aufzubessern. Doch mein zwanghafter Basteltrieb im PC Bereich musste wieder befriedigt werden. Nachdem ich ärgerlichweise die beste Auktion meines bisherigen Lebens unverschuldet verloren hatte – 10 Thinclient mit komplettem Zubehör für weniger als 10€ um die Ecke abzuholen *ärger* – ersteigerte ich mir folgenden SlotPC:

coolMONSTER CMP/P166L

  • low power Pentium MMX with 166MHz
  • 2 MB Grafik onboard
  • 4x COM (RS232)
  • 1x LPT
  • USB Controller
  • IDE Controller (Ultra33) onboard
  • Floppy Controller onboard
  • PISA-Bus
  • ca. 10W Verbrauch

Das notwendige SDRAM habe ich noch riegelweise im Hardwareschränkchen. Zusammen mit einer Netzwerkverbindung der ideale Spielgefährte für meine Linuxspielereien, auch wenn der Prozessor auf den erste Blick etwas schwach erscheint. Die fehlende Netwerkschnittstelle war der einzige Grund, warum diese Auktion nicht auch zu astronomischen Preisen beendet wurde und ich das Board bald in meinen Händen halten darf. Leider habe ich die Verbreitung von PISA Backplanes wohl etwas überschätzt. 🙁

Zur Zeit findet sich im weltweiten Auktionsangebot nur eine einzige Backplane, die auch gleich in einem passenden Gehäuse steckt. Sollte ich den Zuschlag dafür nicht bekommen, ist guter Rat teuer. Dabei ist die Idee, ISA und PCI Bus übereinander anzuorden, damit das Board möglichst klein wird, geradezu genial. Die Variante beide Busse nebeneinander anzuordnen habe ich als klobige PICMG Karten (mit 486er) sogar noch im Schrank stehen.

Um mir eine geeignete Busplatine im neuen Zustand zuzulegen, müsste ich (wenn alle anderen Wege erschöpft sind) mindestens 50€ plus Versand anlegen und einen der Industrieausrüster überreden, mir das Ding einzeln zu verkaufen. Überhaupt irgendwo im Netz eine Preisliste aufzutreiben, war schon nicht einfach.

Irgendwann werde ich das Board schon zusammen mit Netzwerkkarte und aktuellem IDE Controller (als PCI-Karten) plus Festplatte(n) im Keller stehen haben. *träum* 😉

Christian

Film: Miami Vice

Gestern waren wir schon so spät dran, dass es nicht mal mehr für den Besuch eines Fastfood-Tempels vor dem Film gereicht hat. Dabei reichen uns dafür normalerweise knapp 15 Minuten. In der angepeilten Sneakpreview, die aus irgendeinem Grund nicht im größten Kino gezeigt wurde, hätten wir in der zweiten Reihe sitzen müssen. Die Alternativen waren nicht sonderlich zahlreich, also einigten wir uns auf Miami Vice, der offiziell heute anläuft.

Inhalt:

Die Story kann als „erprobt“ bezeichnet werden. Zwei Undercover Ermittler – cool, erfolgreich, immer mit einem Bein auf jeder Seite des Gesetzes – arbeiten sich bis in die innersten Bereiche eines großen Drogenrings ein. Die Grenzen verschwimmen gänzlich, als sich einer der Ermittler in die Frau des Drogenmoguls verguckt.
Die Drogentransporte werden per Flugzeug und per Schnellboot abgewickelt, die Sendungen dabei gestolen, wiedergefunden und verkauft.

Rezension:

Meiner Meinung nach ist der Film in mehreren Bereichen bemerkenswert. Zu Beginn des Filmes erwartet man gleich die genretypischen Mittel eines Actionfilms und wird auch nicht enttäuscht. Die Ermittler sind cool, unzerstörbar, fahren die schnellsten Autos, haben Zugriff auf viermotorige Schnellboote, Flugzeuge und sind Helden jeder Lage. Bei diesem Setting vergleicht man den Film fast automatisch mit „Bad Boys“. Doch Miami Vice bleibt von Beginn an ernsthaft. Kein Gag lockert die Handlung in den 146 Minuten auf, so dass der Film für mich eine merkwüdige Authentizität erlangt, so überzogen die Handlung auch immer sein mag.

Es gibt einige Abschnitte, die von manchen als Längen bezeichnet werden würden, die mir aber nicht überflüssig zu sein scheinen. Es ist fast so, als würde dieser Film einfach jene Szene zeigen, die andere Streifen rigoros wegschneiden, um schnell zur nächsten Actionsequenz zu gelangen. Meiner Meinung nach tut das dem Film druchaus gut.

Die Actionsequenzen sind unglaublich hart inszeniert und definitiv nicht für Kinder geignet. Die realistische Darstellung der Waffeneffekte und -auswirkungen, soweit ich das überhaupt beurteilen kann, verstärkt die Intensität immens. Die Einschläge eines großkalibrigen Scharfschützengewehrs machen große Löcher in die Rückenlehnen eines Autos. Die Soundeffekt haben nichts mit anderen Actionfilmen gemein, sondern erinnern an die Geräusche, die man aus Krisengebieten kennt: Ein dumpfes Bollern.

Bewertung:

Der Film tanzt irgendwie aus der Reihe, so dass ich jedem empfehlen kann, sich einfach selber ein Bild davon zu machen. Schlecht ist er jedenfalls ganz und gar nicht. Wenn die Mischung für dich passt, wirst du begeistert sein.

5,0 / 6 Sternen

Neues von der grünen Front

Die Maracuja hat die schönen Tage genutzt, sich bis zur Zimmerdecke vorzuarbeiten und muss sich nun entscheiden, in welche Richtung es mit dem Wachstum weitergehen soll. Schaut man von der Zimmereingang in den Raum, dann machen die schönen großen Blätter ziemlich Eindruck. Auch die Chilis sind den Leuchtstoffröhre näher gekommen, haben sich in der letzten Woche dazu entschlossen das Höhenwachstum einzustellen und mit der Bildung von Knospen zu beginnen. Das wird noch spannend.

Meine Mangroven machen mir etwas Sorgen. Ich habe Antwort auf eine Email an den Autor der Webseite mangrove.at bekommen, der mir wenig Hoffnung bei den zwei brauen Sämlingen gemacht hat. Darüberhinaus hab ich nun alle Samen (bis auf die vitalste Giftmangrove) geöffnet und die Kerne in nassen Sand gesteckt. Eine Brillenmangrove war leider hoffnungslos verfault und die Giftmangrove sah auch nicht besonders gut aus. Die Brillenmangrove, die ich gleich zu Beginn in Sand gesetzt habe hat nämlich gekeimt – auch wenn ich den Eindruck habe, dass sich die Wurzel aus der Oberseite herausschiebt.

Endlich ist mir auch eine Ananas in Kokohum angewachsen. Die Mitte ist zwar vollkommen verschimmelt und viele Blätter musste ich kürzen/beschneiden, aber die Wurzel durchdringen bereits an einigen Stellen den Topf.

Die größten Fortschritte haben aber die Cashews gemacht! Ich habe nach der Keimung an fast jedem Tag ein Foto der Pflanzen gemacht und eine eigenes Wachstumstagebuch erstellt. Da ich im Internet fast keine Bilder von einer Jungpflanze finden konnte, hoffe ich damit anderen etwas weiterhelfen zu können.

Cashew

Ende der Woche wird vor meiner Gartentür ein Vordach installiert. Dazu mussten sich alle meine „Außenpflanzen“ einen neuen (vorübergehenden) Platz suchen. Zum großen Teil in den Garten in die Nähe des Gewächshauses. Nur mein Eierbaum hat einen geschützten Platz auf einer Fensterbank an der Hauswand gefunden, um den Schnecken das Festmahl zu erschweren. Inzwischen hat eine Frucht die Größe eines Hühnereis erreicht und die zweite Pflanze treibt immer noch neue Blüten. 🙂

Eierbaum 1Eierbaum 2

Meine Keimbox steht weiter warm vor dem Fenster, um möglichst alle Samen aus Thailand auszubrüten. Von den anderen Samen, die ich benennen kann, wächst die Tamarinde am kräftigsten. Neue Bilder in Kürze. 😉

Christian

Vom Winde zusammengeweht

Ich hab meine Neuentdeckung wirklich nur durch Zufall gefunden. 😉 Sie war direkt unterhalb der Unterstützer der deutschen Piratenpartei verlinkt, über die ich wiederum im Heise-Forum gestolpert bin.

Ein weiteres Beispiel für das globale Dorf und die Nützlichkeit der modernen Technik um Menschen mit unterschiedlichen/gleichen Vorlieben und Neigung zusammenzubringen. Sie interessieren sich für die geheimen Vorlieben ihrer Nachbarn? Vielleicht hilft ihnen die internationale „Sneese Fetish“-Karte weiter? Deutschland ist noch spärlich vertreten, aber das liegt bestimmt am geringen Bekanntheitsgrad. Eine Einladung zu einer Niesparty würde ernsthaft in Betracht ziehen – bringe auch die Familienpackung Pfeffer mit. 😀

Im Internet findet sich wirklich für jede Körperfunktion eine Interessengemeinschaft. Verrückt 😉

Christian

Werkstattbesuch

Der OVWMMV (OpelVertragsWerkstattMechanikerMeinesVertrauens) stand um 7:30 schon mit dem Klemmbrett in der Tür. Es fiel ihm sichtbar schwer, sich vor uns keinen Ast bzw. größeren Baum zu freuen, weil er in den nächsten Tagen meine komplette Abgasanlage ab Motor erneuern darf. Mit allen Kleinigkeiten die sonst noch so im und am Wagen zu machen waren, will die Werkstatt 1.500€ haben (allerdings bereits inkl. der Inspektion). Ich muss es wohl nicht selber zahlen – meinen Erzeugern sei dank 🙂 – aber das ist natürlich schon heftig. Der größte Betrag davon sind die Materialkosten.

Immerhin soll der Wagen schon am Freitag wieder bereitstehen und für den Herbsturlaub kann ich Andrea einen runderneuerten fahrbaren Untersatz anbieten.

Christian

Krümmer

Gerade kam ein Anruf meiner Opelwerkstatt. Ein früher festgestelltes Problem hat sich einfach in Luft aufgelöst, die Motorgeräusche sind normal für den *hüstel* niedrigen Ölstand (Ich kann wohl den Ölstand nicht von Spritzern auf dem Stab unterscheiden) – hat sich aber nun erledigt – und mein Abgaskrümmer ist Schrott.

Moment – was ist das? Diesen Ersatzteilnamen habe ich in meinem Bekanntenkreis noch nicht gehört. „Abgaskrümmer“ – an dem schlimmen Wort fehlt bestimmt nur das entscheidende Wort „Filter“, „Dichtung“ oder „Isolation“, um den bestimmt niedrigen Preis schon im Wort aufzuzeigen. Leider nein. 🙁

Alleine 640€ soll der Krümmer nach Opelliste kosten – ohne Einbau, ohne Inspektion, die es zu Tage brachte und auch ohne das andere Auspuffanlagenteil, das bald den Geist aufgeben soll. Bisher vor wenigen Minuten lebte ich noch in der Illusion, ein recht sparsames Auto zu fahren. Ist es normal, dass nach knapp 80.000 km mit einem 6 Jahre altem Auto auf diesem Wege die ersten großen Kosten entstehen?

Morgen schaue ich mir den Kleinen mit meinem Papa in der Werkstatt von unten an. Dann fällt die Entscheidung.

Christian

PS: Das Teil scheint auf Ebay für 300€ angeboten zu werden.

Smart fahren

Smart fahren ist noch so schlimm wie es von außen ausschaut. Ich hatte gestern das Vergnügen den kleinen Wagen von Köln nach hause fahren zu dürfen. Die Umstellung auf diese Automatik/Pseudoautomatik war eigentlich schon das größte Problem. Wenn man es nicht gewohnt ist, dass der Wagen ohne eigene Einwirkung auskuppelt, kann es am Anfang schon zum scheinbaren Kontrollverlust kommen – das linke Bein zuckelt sowieso die ganze Zeit nervös und nutzlos im Fußraum. 😉 Der niedrige Spritverbrauch ist aber auch echt verlockend und in meinem Corsa fahre ich im Kofferraum die meiste Zeit eh unnützes Zeug durch die Gegend – bin aber im Gegenzug jederzeit für einen Spontancampingausflug ausgerüstet. 🙂

Nuja, durch das gestrige Mistwetter hab ich Brokeback Mountain gestern immer noch nicht sehen können (OpenAirkino). Aber der Abend war auch auf andere Art und Weise sehr unterhaltsam und interessant. 🙂