Bio-dynamische Bioprodukte

Wer seit 2018 beim Drogeriemarkt DM u.a. Babynahrung mit BIO-Sigel kauft, findet dort häufig die Bezeichnung „bio-dynamisch“ wieder. Klingt toll, modern und agil.

Leider verbirgt sich dahinter die Homöopathie der Landwirtschaft, bei der obskure Präparate ohne jeden wissenschaftlichen Beleg einsetzt werden und Wert auf den Einfluss von kosmischen Kräften gelegt wird. Demeter ist hier als Lieferant führend.

Lest es an der Quelle: Demeter – Biodynamische Präparate

Wie so häufig ist leider die Esoterik dem Wunsch, die Dinge „besser“ zu machen, sehr nahe und zur Legitimierung eng verzahnt mit Hausmitteln („Omas Rezept für Brennessel-Jauche“) . Auf das Produkt, dass man unter der Bezeichnung erwirbt, hat das alles meiner Meinung nach keine negativen Auswirkungen. Allerdings setzt sich das Konzept in den Köpfen fest und man verbindet es mit der biologischen Landwirtschaft und dem guten Ruf der Handelskette DM.

Den meisten Landwirten sowie Unternehmen unterstelle ich dabei ein rein ökonomisches Interesse. Eine weitere Kundengruppe kann bedient werden, ohne den bestehenden Kundenkreis einzuschränken – das macht Sinn. Ich halte es aber nicht für harmlose Spinnerei, wenn ein Weltbild normalisiert wird, in dem zu einer alternativen Lebensweise auch immer etwas Hokospokus dazugehört. Bietet die Literatur nicht genug Möglichkeiten sich in dieser Hinsicht auszutoben?

Ich habe mich für meinen Teil dazu entschieden auf diese Produkte weitreichend zu verzichten und habe dies auch DM gegenüber kund getan.

Die berechtigte Kritik an alternativen Heilverfahren ist endlich in der öffentlichen Diskussion angekommen (z.B. Übernahme von Kosten durch die Krankenkassen) – da sollte auch in anderen Ecken ausgewischt werden.

Die Ablehnung von Pseudo-Wissenschaft ist kein Schulterschluss mit unethischen und umweltschädlichen Praktiken!

Im Einzelhandel sehe ich den besten Ansatz das Geflecht zu entwirren. In der Hand hat es aber letztendlich jeder selbst.

Bye bye social me

Vor zwei Wochen habe ich mich aus einer Laune heraus mit Instagram angemeldet. Warum? Keine Ahnung. Das dies bei weitem nicht mehr die neuste Ausprägung der sozialen Netzwerke ist, ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Ehrlich gesagt habe ich diesem Segment in den letzten Jahren wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Und heute habe ich mein Profil nach einem einzigen Post wieder gelöscht und gleich auch meinen Facebook-Account auf den 30-tägigen Weg ins Limbo geschickt. Wahrscheinlich schicke ich im Juni noch eine DSGVO-Auskunft hinterher, um wirklich Klarheit darüber zu haben, dass dieses Kapitel abgehakt ist.

Dieses persistente Format ist für mich nicht mehr zeitgemäß und ich nutze es auch nicht mehr. Die mobilen Messenger haben die Lücke für mich bereits gefüllt und gehören ja teilweise auch zu einem der großen Netzwerken, so dass für den fragwürdigen Abfluss meiner persönlichen Daten weiterhin gesorgt ist. 😉

Wenn man sich dagegen entscheidet das Leben mit den eigenen Kindern aus purem Stolz mit seinem gesamten Adressbuch zu teilen, bleibt zu wenig übrig um den Feed mit interessantem Inhalt zu füllen, der nicht zu einer Serie von Urlaubsbildern verkommt.

Was ich verliere, ist ein letzter dünner Faden der Verbundenheit zu alten Bekannten, die nur als Eintrag in der Freundesliste existieren. Der Gedanke, hier die letzte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu verlieren, schmerzt schon. Vielleicht ist es aber besser diese Kontakte (z.B. für das nächste runde Klassentreffen) irgendwann aktiv suchen und wiederfinden zu müssen. Eine Schatzsuche.

Es bleiben auch die beruflichen Netzwerke in denen ich mit mehr oder weniger großem Interesse Recruiter abwehre. Die Mitgliedschaften sind IMHO ein kontinuierlicher Wettstreit die Benachrichtigungseinstellungen so anzupassen, dass man den seelenlosen Business-Spam von legitimen Informationen und Unterhaltungen trennen kann. Aber irgendwie ist die der semi-öffentliche Lebenslauf eine beruhigende Einrichtung im Arbeitsleben nicht im nur in der eigene Filter-Blase Kreise zu ziehen – auch wenn es in vielen Fällen oberflächlich und nervig ist.

Twitter ist für mich seit Beginn eine passive Quelle von Informationen und Nachrichten bei der ich eigentlich auch auf einen Account verzichten könnte. Da aber die technik-affine Welt der Plattform treu bleibt, will ich hier nicht Schlussstrich ziehen. Es wirkt auch bei weitem nicht so fordernd und somit bedrohlich wie andere Dienste.

Das Gefühl von Freiheit breitet sich derzeit in mir aus. Jede Email die mich aus der Konzentration reißt, ist nun potentiell der letzte Sargnagel für das Profil beim Online-Händlern und Dienstleistern auf der anderen Seite – ich habe es in der Hand.

Der innere Hamster

Es schaudert mich doch etwas, wenn mein Blick auf die leeren Regale im Supermarkt fällt in denen einst die große Auswahl diverser Stärken, Weichheitsgrade und Verpackungsgrößen lagen. Natürlich hatte ich pro Kette nur genau eine präferierte Marke (nämlich die günstigste 8er in drei Lagen) die fast ohne Ausnahme in den Einkaufswagen wanderte.

Daheim sitze ich derzeit auf einem Schatz von derzeit noch 12 10 Rollen, von denen jede einzelne noch aus der Zeit VOR der Pandemie stammt – Mistgabel und Fackel könnt ihr also wieder einstecken! Eine spontane Eingebung ließ mich an einem kalten Tag im Januar oder Februar zum ersten Mal in meinem Leben zu 24 Rollen greifen. Eine Entscheidung für die ich mich damals rechtfertigen musste. 🙂

Ich habe mich in den letzten Wochen einige Male dabei erwischt, beim Einkauf von frischen Lebensmitteln einige Konserven zusätzlich in dem Einkaufswagen zu legen. Keine ganzen Kartons mit Erbsen oder Sauerkraut, aber doch zwei Dosen von diesem und eine Dose jenem, um dieses ungute Gefühl in Schach zu halten, dass die geplünderten Regale auslösen.

Ich möchte auf keinen Fall die jüngst veröffentliche Statistik zu den Hamsterkäufen als Einkaufsliste verstehen, aber mit wenig Platz im Tiefkühlfach und ohne Bedarf an alkoholischen Getränken und Tiernahrung bleiben mir nicht mehr viele Produktgruppen, um der eigenen Sorge über Versorgungsengpässe mit Spontankäufen Einhalt zu gebieten.

Wir pflegen unsere Lebensmittel in einem offenen Regal aufzubewahren. Das dient zum einen als Quelle der Inspiration beim Kochen, zum anderen findet man so keine Überraschungen unter einer dicken Schicht Weizentortillas aus dem letzten Aldi Aktionssortiment. Etwa den abgelaufenen Rotkohl, den du aus Verdruss über das verregnete Weihnachtsfest 2018 für einen Festessen-Marathon unter der Woche gekauft, dabei aber deine Langzeit-Toleranz gegenüber Rotkohl maßlos überschätzt hast. Obwohl derzeit einige Etiketten von den darüber gestapelte Konserve verdeckt sind, raubt mir kein schlechtes Gewissen den Schlaf. Mehr als 20% zusätzlich haben wir trotzdem nicht in der Wohnung und ich verkaufe auch kein 1050 Mehl für 10€ das Kilo auf Ebay.

Unsere Zwillinge sind der Grund warum ich beim Thema Babynahrung dann doch meine Nagezähne ausgefahren habe. Unter allen Eventualitäten wäre das Fehlen der Babynahrung für unseren Alltag schon sehr gravierend. Davon abgestuft könnte bereits der gezwungene Wechsel des Herstellers den häuslichen Frieden empfindlich stören. Nach kurzer Einkaufstour bei bereits leeren Platzierungen gleich zu Beginn der Krise kommen wir nun bereits drei Wochen ohne Nachkauf aus und haben ohne Zugzwang auch ein anderes Pülverchen testen können, während noch ein letzter Karton ungeöffnet auf dem Kühlschrank steht. Als Vater verschieben sich die Prioritäten.

Ob denn der nächste (vermummte) Einkauf dann der Odyssee gleicht, die ich befürchtet hatte, aber unbedingt vermeiden wollte, bleibt abzuwarten. Die Absatzlücke wie manche Hersteller von Toilettenpapier befürchten, sehe ich nicht kommen. Bei ausreichender Verfügbarkeit werde ich mir ein Notfallpaket in den Keller legen – die nächste Krise kommt bestimmt und Papier ist geduldig. Es ist ja erst April …

Und die Welt dreht sich weiter

Ich kann aktuell nicht sagen ob die letzten zwei Jahre wie im Fluge vergangen sind oder sich wie eine Ewigkeit anfühlen. Die subjektive Wahrnehmung scheint scheinbar stark von der aktuellen Situation abzuhängen, in der man sich befindet.

Wir haben in dieser langen Zeit unsere Welt auf den Kopf gestellt. Unsere erste gemeinsame Wohnung aufgegeben und nur wenige Meter entfernt eine größere Wohnung bezogen. In dieser stand für geraume Zeit ein letztes Zimmer leer, von dem wir auf Nachfrage immer behaupteten: „Wir wissen noch nicht was wir damit machen wollen. Vielleicht ein Esszimmer.“

Für unsere Umgebung wurde dann doch mit etwas Vorlauf klar, welchem Zweck dieser Abstellraum letztendlich dienen sollte. Vor vier Monaten – kurz vor Weihnachten – kamen unsere Zwillinge auf die Welt und bestimmen seitdem unser Leben.

Wir erobern uns mit Fortschritten und Rückschlägen beim Abendritual nach und nach wieder etwas persönliche Zeit zurück. Nach einem ersten Monat Elternzeit direkt nach der Geburt ist es bei mir die Arbeit in Teilzeit bzw. der Arbeitsweg, der mir Raum außerhalb der Routine eröffnet. Einen Luxus wie mir nur allzu klar ist.

Mit der aktuellen Epidemie und den Ausgangsbeschränkungen sind leider alle sozialen Kontakte ins Digitale verschoben worden und wir beschränken uns wirklich auf die notwendigsten Kontakte um den Haushalt in Gang zu halten.

Dies ist aktuell besonders deshalb ein Jammer, da unsere beiden Sonnenscheine nun ihre ersten spielerischen Übungen und auch Erfahrungen mit dem nassen Element machen sollten. Dies ist in Gesellschaft zu Altersgenossen aktuell nicht mehr möglich.

Die Großeltern werden mit einen Flut an Bildern und Videos auf dem laufenden gehalten.

Als frischgebackene Eltern wäre der persönliche Kontakt zu „Leidensgenossen“ ebenso hilfreich. Es wird spannend wie nach der Lockerung alles wieder in gewohnte Bahnen zurückfällt. Immerhin türmt sich derzeit die Welle vor Begehrlichkeiten und verpassten Gelegenheiten immer weiter auf und trifft in der Brandung auf den normalen Bedarf an Unterhaltung, Verabredungen, Freizeit und Förderung.

Vielleicht sollte man sich jetzt schon vornehmen nach dem Ende der Ausgangsbeschränkung die ersten Wochen(enden) daheim zu bleiben, während draußen die Kompensation tobt. Ich sehe überfüllte Freizeitparks und verstopfte Flaniermeilen.

So fordernd zwei Säuglinge daheim auch sind, so sehr füllen sie den Tag (bzw. meinen frühen Morgen, Nachmittag und Nacht) und vertreiben dabei jeden Anflug von Langeweile. Entweder weil sie ihre besten Seiten zeigen oder die eigene Geduld strapazieren.

In all der Ungewissheit und mit den morgendlichen Rändern unter den Augen, scheint der Jahreswechsel in weiter Ferne und doch kann ich jeden Tag überaus zufrieden beginnen und schließen.

Passt auf euch auf da draußen.

Heftiger Falke

Einige Freunde und Kollegen haben sich in der Nacht von Sonntag auf Montag den Superbowl angesehen und waren entsprechend erledigt bei ihrem Start in die Woche. Ich habe mir vorgenommen ein Spiel anzusehen, um zumindest die Versuche zu würdigen mir die grundlegenden Regeln der Sportart zu erklären.

Mein Highlight der Abendunterhaltung für diese Woche war allerdings der Start der Falcon Heavy von SpaceX gestern Abend. Ich musste etwas überlegen, wie ich den Tesla als Testladung finden soll. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass dieser kleine scheinbar unsinnige Baustein eigentlich eine witzige Idee ist. Ökologisch und in Bezug auf vermeidbaren Weltraumschrott mag es hier einige valide Kritikpunkte geben, allerdings ist die Zuladung in diesem Fall die Werbemaßnahme für das Gesamtkonstrukt um Elon Musk und damit im Grunde besser als ein großer Block Beton.

An den Landungen der Raketenstufen an Land und auf dem Meer kann ich mich nicht satt sehen. Das Design der Landebeine ähnelt einfach zu sehr der Vorstellung von Raumfahrt in der Retro-Science-Fiction und der typischen Rakete in Zeichentrickfilmen. Hauptsache oben spitz und unten Feuer!

Ich würde mir ja wünschen, dass sich in wenigen Tagen der Kofferraum des Roadsters öffnet und – gleich R2D2 im X-Wing – ein robotischer Passagier als geheimer Anhalter auf seinem Weg um die Sonne (für die Galaxis reicht es dann wohl doch nicht) die Oberfläche des Autos erkundet und darüber berichtet.

Ein Tag am Strand

Eine ganze Wand von Basaltsäulen ist an der Straße nach Langaholt schon aus der Ferne sichtbar. 

Wir wollten nach den Wanderungen in den Höhen auch der Küste Islands einen Besuch abstatten. Die Halbinsel Snæfellsnes hat neben dem wolkenverhangenen Gletscher  auch eine raue Brandung zu bieten, in der sich Robben bis zu den dunklen Stränden vorwagen.

Unser Campingplatz grenzte an eine Kolonie Seeschwalben, die sehr Territorial ihre Nistplätze verteidigen und Scheinangriffe auf jedes sich bewegende Lebewesen flogen. Zehn Meter weiter konnten wir unser Zelt ungestört aufbauen.

Nach drei Kilometern Fußmarsch über den Strand lag die erste Robbe faul im Tang und genoss die wenigen Sonnenstrahlen eines wechselhaften Tages. 

Mit den Bergen im Hintergrund zeigte sich am Abend sogar fast ein klassischer Sonnenuntergang. 


Die Flora hier an der Küste wie auch in den Bergen kann nicht durch Größe punkten, sondern mit Hartnäckigkeit in jeder Ritze Halt zu finden und dort trotzdem ein Meer von Farbe zur Blüte zu bringen. Mit etwas Zeit, gutem Licht und Bereitschaft  sich in den Schmutz zu werfen ist man ganz nahe dran.

Húsafell

Der größte Birkenwald der Insel ist für unseren Geschmack keine Reise wert, aber von Husafell aus sieht man die ersten Gletscher – die Vorläufer des Langjökull – und kann auf die Ebene steigen. 


Kurz vor dem Campingplatz fließt das Wasser wie aus dem Nichts und ohne Zufluss aus einer Steinwand, weil sich unter dem porösen Gestein des Lavafeldes darüber eine wasserundurchlässige Schicht befindet und das Regenwasser in den brausenden Gletscherbach fällt.


Die Wanderung am nächsten Morgen führte uns auf den Bærfell, von dem wir einen wolkenverhangenen Blick auf die schneebedeckten Berge hatten. Der Weg verlief über Schotter der unterschiedlichsten Farben und moosige Flächen mit Bodendeckern, die sich dem rauen Klima widersetzen können.
Das erste Schneefeld aus dem vergangenen Winter, das hier oben noch nicht aufgegeben  hat.

Am Horizont liegen die Gletscher zum Greifen nah und doch führt die anspruchvollste Route noch 20 km über die Ebene zum nächsten Gletscher mit dem Namen „Ok“. Wir wollten es am dritten Tag und ohne Wanderstiefel nicht übertreiben und steuerten nur die nächste felsige Erhebung an. 


Ein schöner Ausflug bei dem sich im oberen Teil der Weg verliert und man gezwungenermaßen selbst seinen Pfad durch das Geröll suchen muss – immer darauf bedacht möglichst wenig der spärlichen Vegetation zu stören.

Glymur 

Wir waren  nicht die Einzigen auf dem Weg zum zweithöchsten  Wasserfall Island – den Glymur. Dabei hatte unser Reiseführer davon abgeraten die Strecke bei Regen in Angriff zu nehmen. Es war nass und sehr windig, aber wir wollen nicht gleich den ersten Tag zu sehr vom Wetter bestimmen lassen. Sollte uns Island die Seite zeigen, die es bereit war zu offenbaren.

Der Weg führte nach dem Parkplatz an einer Stichstraße durch ein grau-blaues Meer von Lupinen, die derzeit in voller Blüte stehen. Es nieselte zunehmend stärker, als wir am Ufer des Flusses auf eine wartende Gruppe Wanderer stießen, die sich kritisch mit der Überquerung desselben auf einem nassen Baumstamm Beschäftigten. Die ersten drei Meter dahin führten allerdings über überspülte Felsen und ein einzelnes Stahlseil war als Hilfe gespannt. 

Wir wartende auf unseren Zeitpunkt, zogen uns bei 8 Grad die Wanderstiefel aus, krempelten Regenhose und Hose bis über die Knie und stiegen barfuß in das Wasser.

Auf der anderen Seite zogen wir uns mit steifen Fingernägel wieder an und begannen mit dem Aufstieg am Rand der Kluft, die das Wasser in das Gestein gefressen hatte.


Ein toller Aussichtspunkt nach dem anderen rückte den Wasserfall stetig näher, während der trockene Kern unserer Kleidung auf den Oberkörper zusammen schrumpfte.


Selbst das Wasser der zahlreichen Zuflüsse wusste bei dem Wind nicht mehr, ob es der Gravitation folgen sollte.



Irgendwann hatten wir das Plateau erreicht und konnten sehen, wie sich der Fluss vor dem 192m hohen Fall über die Ebene aus dem Dunst heraus schlängelte.

Da wir auch hier den Fluss durchwaten wollten, um den Abstieg auf der anderen Seite zu beginnen, suchten wir eine Stelle mit vielen Steinen knapp unter der Oberfläche und arbeiteten uns Schritt für Schritt voran während wir die nächsten Meter planten. Am anderen Ufer waren die Füße taub und die Schuhe so nass, dass wir sie kein weiteres Mal hätten ausziehen müssen. 


Am Auto war klar, dass wir unsere wichtigsten Kleidungsstücke bereits am ersten Tag vorläufig außer Gefecht gesetzt hatten. Dafür hatten wir auf dieser Wanderung über dreieinhalb Stunden die Komfortzone bereits eingerissen und wussten, dass wir uns vom Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen lassen würden. 

Zwei Tage später haben wir nun fast alles wieder trocken – nur  mein saugstarker Pullover benötigt noch einige sonnige Stunden auf der Wäscheleine.