Húsafell

Der größte Birkenwald der Insel ist für unseren Geschmack keine Reise wert, aber von Husafell aus sieht man die ersten Gletscher – die Vorläufer des Langjökull – und kann auf die Ebene steigen. 


Kurz vor dem Campingplatz fließt das Wasser wie aus dem Nichts und ohne Zufluss aus einer Steinwand, weil sich unter dem porösen Gestein des Lavafeldes darüber eine wasserundurchlässige Schicht befindet und das Regenwasser in den brausenden Gletscherbach fällt.


Die Wanderung am nächsten Morgen führte uns auf den Bærfell, von dem wir einen wolkenverhangenen Blick auf die schneebedeckten Berge hatten. Der Weg verlief über Schotter der unterschiedlichsten Farben und moosige Flächen mit Bodendeckern, die sich dem rauen Klima widersetzen können.
Das erste Schneefeld aus dem vergangenen Winter, das hier oben noch nicht aufgegeben  hat.

Am Horizont liegen die Gletscher zum Greifen nah und doch führt die anspruchvollste Route noch 20 km über die Ebene zum nächsten Gletscher mit dem Namen „Ok“. Wir wollten es am dritten Tag und ohne Wanderstiefel nicht übertreiben und steuerten nur die nächste felsige Erhebung an. 


Ein schöner Ausflug bei dem sich im oberen Teil der Weg verliert und man gezwungenermaßen selbst seinen Pfad durch das Geröll suchen muss – immer darauf bedacht möglichst wenig der spärlichen Vegetation zu stören.

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